Jury Foresight Filmfestival N° 3

 

Hier präsentieren wir hier unser Fachjury, bestehend aus namhaften Expertinnen und Experten aus den Bereichen Forschung und Film, Wirtschaft, Kultur und Medien. Diese Jury wählt nicht nur aus den eingegangenen Filmbeiträgen die besten Spots für den Festivalabend und den Gewinner-Film in jeder Themenkategorie aus, sondern sucht zudem die Auseinandersetzung und den Dialog mit unseren Filmschaffenden und Forschenden über ihre Zukunftsvisionen und gesellschaftlichen Herausforderungen.

Dr. Werner C. Barg
Autor, Dramaturg, Regisseur und Filmproduzent (herzfeld productions),
Professor für audiovisuelle Medien am Departement für Medien und Kommunikation der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

„Wissenschaft trifft Film. Das bedeutet: Filmemacher müssen sich auf zumeist höchst komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge einlassen und diese auf populäre filmische Darstellungsformen „herunterbrechen“. Wissenschaftler wiederum müssen diese Zusammenhänge den Filmemachern verständlich vermitteln. Aus diesem Kommunikationsprozess entstehen Filme, die den oft geschlossenen Kreislauf durchbrechen, der darin besteht, dass Wissenschaft in erster Linie Wissen für Insider schafft. Das Foresight Filmfestival präsentiert solche Filme einer breiteren Öffentlichkeit, schafft Transparenz wissenschaftlicher Erkenntnisse und ermöglicht dem Publikum, Chancen und Risiken von Forschung für die Zukunft der Gesellschaft auszuloten.“

Dr. Werner C. Barg ist Autor, Produzent und Dramaturg für Kino und Fernsehen, Regisseur von Kurz- und Dokumentarfilmen und Filmjournalist. Seit 2011 betreibt er als Produzent neben seiner „Vulkan-Film“ die herzfeld productions im Geschäftsbereich der OPAL Filmproduktion GmbH in Berlin und seit 2013 auch in Halle. Zuletzt zeichnete er sich als Produzent mit herzfeld productions für den, in Koproduktion mit dem BR und WDR entstandenen, Kinospielfilm Einsamkeit und Sex und Mitleid (Regie: Lars Montag) verantwortlich. Zudem ist er an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Vertretungsprofessor für audiovisuelle Medien im Department Medien- und Kommunikationswissenschaften. Nähere Infos: wikipedia.org/wiki/Werner_Barg

Barg_PORTRAIT

Dr. Werner C. Barg, herzfeld productions

Homepage:
herzfeld-productions.de
opalfilm-halle.de
medienkomm.uni-halle.de

Felix Brokbals
Fotograf, Video Editor und Live Presenter

„Faszinierend am Foresight Filmfestival ist die Symbiose aus Film, Wissenschaft und Gesellschaft. Durch die Übersetzung der Wissenschaft in ein leicht verständliches, visuelles Medium, wird die Grundlage für eine gemeinsame, unter Umständen auch kontroverse Diskussion über gesellschaftlich relevante Themen geschaffen. Themen, die die derzeitige und vor allem auch die kommenden Generationen beschäftigen werden. Das Foresight Filmfestival bietet 2017 zum dritten Mal einen wunderbaren Anlass, diesen wichtigen Diskurs zu fördern und voranzutreiben: Wie wollen und werden wir in Zukunft leben?“

Nach seiner Ausbildung als Mediengestalter für Digital- und Printmedien und Abschluss am Berufskolleg für Gestaltung und Technik in Aachen, studierte Felix Brokbals Multimedia & Virtual Reality Design (B.A.) an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Von 2015 bis Juli 2017 war er zudem für die fayteq AG als Editor, Videoproducer und Live Presenter tätig. Seit 2016 studiert er an der Burg Multimediadesign (M.A.).

Bereits während seiner Ausbildung entdeckte er seine große Leidenschaft für die Fotografie, die er als Student erfolgreich auf das Gebiet des Bewegtbildes ausweitete. Für seinen Kurzfilm „malu“ gewann er den ersten Preis des Foresight Filmfestivals 2015 in der Kategorie „Post Privacy“ und im Folgejahr den Jugendvideopreis Sachsen-Anhalt. Für das „malu“ zugrunde liegende Konzepte erhielt er den Giebichenstein Designpreis 2015 in der Kategorie: Beste Idee / Bestes Konzept.

Felix Brokbals

Felix Brokbals

Homepage:
www.felixbrokbals.de

Prof. Dr. Regula Valérie Burri
Professorin für Wissenschafts- und Technikkulturen (Science and Technology Studies)
an der HafenCity Universität Hamburg (HCU)

„Visionen spielen eine wichtige Rolle in der Zukunftsgestaltung. Das Foresight Filmfestival trägt auf innovative Weise dazu bei, Visionen medial zu erkunden und diese für die Diskussion relevanter Trends und gesellschaftlicher Herausforderungen fruchtbar zu machen.“

Als Professorin für Wissenschafts- und Technikkulturen an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) untersucht Regula Valérie Burri die sozialen, kulturellen und politischen Implikationen von Wissenschaft und Technik im Rahmen von Forschungsprojekten im Bereich STS (Science and Technology Studies), im Bereich künstlerischen Arbeitens sowie in inter- und transdisziplinären Projekten.

Regula Valérie Burri studierte Sozial- und Kulturwissenschaften an der Universität Bern und Kunst/Medienkunst an der FHNW/HGK Basel. 2007 Promotion in Soziologie an der TU Berlin (mit Auszeichnung). Forschungs- und Studienaufenthalte als SNF-Stipendiatin an der EHESS und dem Collège de France, der TU Berlin und am MIT. Fellow an der Harvard University (2007-08). Weitere Stationen: 2011-2013 Programmdirektorin des Studium Fundamentale an der HCU; 2012-14 Ko-Leitung des wissenschaftlich-künstlerischen Graduiertenkollegs „Versammlung und Teilhabe“; seit 2012 Gründungsmitglied des Hamburg Center for BioGovernance; 2015 Gastprofessorin an der Universität Wien.

Prof. Dr. Regula Valérie Burri, HafenCity Universität Hamburg

Prof. Dr. Regula Valérie Burri, HafenCity Universität Hamburg

Homepage:
www.hcu-hamburg.de

Prof. Mareike Gast
Professorin für Industriedesign / Material- und technologiebasierte Produktentwicklung
an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

„Film ist ein unglaublich spannendes Medium für Wissenschaftler aber auch Designer, um ihre Zukunftsszenarien zu visualisieren und somit einen öffentlichen Diskurs zu vielen strittigen Themen überhaupt erst zu ermöglichen. Gleichzeitig fordert der Film im Moment des Machens auf, Visionen konkret werden zu lassen – sich selbst zu fragen: Was heißt das dann eigentlich für den Alltag oder die Situation? Ein fruchtbarer Prozess.“

Mareike Gast ist Professorin für Industriedesign an der Burg Giebichenstein Halle und führt ein eigenes Büro in Frankfurt am Main, spezialisiert auf neue Materialien und Technologien. In enger Zusammenarbeit mit Industrie und Forschung entwickelt sie innovative Produkte und Produktstrategien. Ihr besonderes Forschungsinteresse gilt der Biotechnologie und dessen zukünftigen Einfluss auf Produktion, Produkte, Gesellschaft und den Alltag.
Sie schreibt regelmäßig über neue Materialien und Technologien unter anderem für das Designmagazin form und kuratiert Konferenzen und Ausstellungen zu diesem Thema. Mareike Gast studierte Industriedesign am Central Saint Martins College in London und an der Design Academy Eindhoven Industrial Design.

Prof. Mareike Gast, Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst

Prof. Mareike Gast, Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst
(Fotograf: Matthias Ritzmann)

Homepage:
www.mareikegast.de

Daniel Herrmann
Fotograf, Autor und Kurator ist seit 2009 Direktor der Werkleitz Gesellschaft e.V. in Halle (Saale).
Werkleitz ist Kooperationspartner des diesjährigen Foresight Filmfestivals.

„Wenn ein gemeinsames Abstimmen über den Zweck und die Richtung von Forschung aufgrund weit klaffender Lücken beim Verstehen von deren Komplexität nicht mehr möglich ist, dann gefährdet das unser Miteinander und schließlich die Demokratie. Vermittlung von Wissen und Wissenschaft hat die wunderbare Aufgabe, den Graben zwischen Expertenwelt und Gesellschaft zu schließen. Das ist der Punkt, der mich am Ansinnen von Foresight begeistert. Deshalb bin ich gern dabei.“

Daniel Herrmann studierte Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und ist nach seinem Abschluss als Künstler, Autor und Kurator zum Thema Stadt und insbesondere zu Halle-Neustadt tätig. Schwerpunkt seiner Arbeit bei Werkleitz ist die inhaltliche Ausrichtung jährlicher Werkleitz Festivals und weiterer Ausstellungskooperationen und Projekte. Das aktuelle Werkleitz Festival Nicht mehr, noch nicht (21.–29. Oktober 2017) thematisiert gegenwärtige urbane Transformationsprozesse.

Daniel Herrmann

Daniel Herrmann, Werkleitz

Homepage:
werkleitz.de

werkleitz.de/nicht-mehr-noch-nicht

Yvonne Hofstetter
Geschäftsführerin bei TERAMARK Technologies GmbH, Juristin und Essayistin

„Realität und Technologie sind viel weiter, als wir denken und die digitale Zukunft näher, als wir ahnen. Dennoch sollen wir die Zukunft gestalten, doch dazu müssen wir wissen. Und Foresight hilft unserer Erkenntnis auf die Sprünge!“

Yvonne Hofstetter begann ihre Karriere in der Informationstechnologie im Jahr 1999. Seit 2009 ist Hofstetter Geschäftsführerin der Teramark Technologies GmbH im Münchner Norden; ein global führendes Unternehmen für maschinelle Lernverfahren, das internationale Kunden verschiedener Industrien beliefert. Das Unternehmen entwickelt Systeme der künstlichen Intelligenz sowohl für staatliche Einrichtungen als auch für die Wirtschaft; das Kernteam ist seit über 15 Jahren auf die Auswertung großer Datenmengen mit lernenden Maschinen spezialisiert.

Yvonne Hofstetter hat ihre Gedanken zu Big Data und der Nutzung intelligenter Algorithmen zur Optimierung des Menschen mehrfach prominent in der F.A.Z., der ZEIT und in zahlreichen Interviews dargelegt. 2014 erschien ihr Buch „Sie wissen alles“ und 2016 ihre Publikation „Das Ende der Demokratie – Wie die künstliche Intelligenz die Politik übernimmt und uns entmündigt“. Beide Bücher wurden beim C. Bertelsmann Verlag veröffentlicht.

Yvonne Hofstetter, TERAMARK Technologies GmbH

Yvonne Hofstetter, TERAMARK Technologies GmbH

Homepage: www.teramarktechnologies.de

Dr. Mai Thi Nguyen-Kim
Scientist & Scientalker

„Science-Fiction und Zukunftsvisionen sind ständig wiederkehrende Themen in Hollywood-Blockbustern. Am anderen Ende des Spektrums sitzen Wissenschaftler im Labor, verzweifeln über der Auswertung widersprüchlicher Daten und freuen sich, wenn sich irgendein Laie überhaupt für ihre Arbeit interessiert. Das Foresight Filmfestival schlägt nicht nur die Brücke zwischen Forschern und der Öffentlichkeit, sondern auch zwischen mühsamer Detailarbeit im Labor und großen Technologien, die unseren Alltag verändern. Ein guter Film kann nicht nur einen Laien für Wissenschaft begeistern, sondern auch einen Wissenschaftler daran erinnern, warum er sich in erster Linie für seinen Beruf entschieden hat – nämlich um die Welt zu verändern.“

Dr. Mai Thi Nguyen-Kim ist Chemikerin, Journalistin und Wissenschaftskommunikatorin. Nach ihrem Chemiestudium an der Uni Mainz und dem Massachusetts Institute of Technology forschte sie an ihrer Doktorarbeit an der Harvard University und dem Fraunhofer Institut für Angewandte Polymerforschung. Neben ihrer Forschung zu künstlichen Materialien für biomedizinische Anwendungen engagierte sie sich für Wissenschaft auf der Bühne, unter anderem bei Falling Walls, TEDxBerlin und Science Slams. Derzeit ist sie als Produzentin, Autorin und Moderatorin für funk und das ZDF tätig, unter anderem bei „Terra X Lesch & Co.“, „schönschlau“ und „The Secret Life Of Scientists“. 2016 gewann sie mit ihrem Video „Trust me I’m a Scientist“ den 1. Platz bei Fast Forward Science.

Dr. Petra Schaper-Rinkel
Innovationsforscherin, Senior Scientist am AIT – Austrian Institute of Technology in Wien, für das sie „Foresight und TA am Österreichischen Parlament“ leitet.

„Am Foresight Filmfestival interessiert mich die Kultur der Zukünftigkeit in Bildern und Geschichten. Technische und wissenschaftliche Zukünfte sind immer gesellschaftliche Zukünfte. Wenn sie eine Alternative zur Gegenwart bieten, entstehen sie zwischen Wissenschaft und Kunst und entwickeln den gesellschaftlichen Möglichkeitssinn.“

Petra Schaper Rinkel forscht zu Instrumenten, mit denen sich Zukunft(stechnologien) gesellschaftlich gestalten lassen. Grundlage dafür sind partizipative Zukunftsprozesse, Szenarien, Storylines möglicher Zukünfte und Meta-Narrative der Zukunft. Sie analysiert die Praxen des Zukunft-Machens,  politische Erwartungen an Zukunfts-Technologien und das Potential umstrittener Zukünfte. Ihr Arbeitsschwerpunkt sind Methoden zur Antizipation von Zukunft (Foresight) im Europäischen Kontext und die Governance von Innovationsprozessen (Transformative Innovationspolitik, Responsible Research and Innovation etc.). Für das Austrian Institute of Technology ist sie für „Foresight und TA am Österreichischen Parlament“ verantwortlich und für die strategische Entwicklung des AIT-Forschungsfeldes „Societal Futures“.

Nach dem Studium der Politikwissenschaft, Germanistik und Amerikanistik in Berlin lebte, lehrte und forschte sie in Berlin, Cadiz, New York, Buenos Aires und Wien. Sie war Mitglied der Expertenkommission der Europäischen Kommission zu „Key Long-term Transformationsof European systems: Research, Innovation and Higher Education (KT2050)“. Neben der Erkundung der Zukunft theoretisch und in partizipativen Foresight-Prozessen beschäftigt sie sich mit Utopien und mit der Epistemologie von Zukunft.

Petra Schaper-Rinkel, AIT

Petra Schaper-Rinkel, AIT

Homepage: schaper-rinkel.eu

Philipp Schrögel
Wissenschaftskommunikator am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

„Das Foresight Filmfestival bedeutet für mich, einen Blick in eine Vielzahl an Geschichten über mögliche Zukünfte zu werfen. Science-Fiction Filme – in denen neben technischen Entwicklungen auch Gesellschaftsmodelle oder ethische Überlegungen aufgegriffen werden, fundiert durch wissenschaftliche Expertinnen und Experten aus den jeweiligen Gebieten. Verbunden wird das Ganze durch eine Geschichte oder ein Szenario, geschaffen mit der künstlerisch-kreativen Perspektive der Filmemacherinnen und Filmemacher. Damit sind die Filme nicht nur Werkzeug der Wissenschaftskommunikation an die Öffentlichkeit, sondern können durch die transdisziplinäre Arbeit in ihrem Schaffensprozess auch neue Erkenntnisse generieren. Ich freue mich auf die vielfältigen Beiträge!“

Philipp Schrögel hat sein Diplom in Physik an der Universität Erlangen-Nürnberg mit dem Schwerpunkt Strahlen- und Medizinphysik absolviert. Im Anschluss hat er als McCloy Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes einen Master in Public Policy mit dem Schwerpunkt Science and Technology Policy an der Harvard Kennedy School of Government erworben.
Von Juni 2011 bis September 2014 war als Berater in den Themenfeldern Technik- und Wissenschaftskommunikation, Bürgerbeteiligung und Foresight bei der IFOK GmbH tätig. Prägende Projekte dabei waren der Bürgerdialog Zukunftstechnologien für das Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Fachdialog zur Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung und das Forum Technikjournalismus.
Seit September 2014 arbeite er selbstständig mit einem Büro für Wissenschafts- und Technikkommunikation. Weiterhin ist er als Lehrbeauftragter an der Universität Erlangen-Nürnberg tätig und organisiert und moderiert Science Slams unter anderem in Karlsruhe, Erlangen und Nürnberg.
Seit Februar 2016 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Wissenschaftskommunikation am KIT. Er arbeitet im Forschungsprojekt „Science in Presentations” und leitet das Projekt „Schaufenster Ozean“ zum Wissenschaftsjahr 2016*17 –  Meere und Ozeane.

Philipp Schrögel, KIT Karlsruhe

Philipp Schrögel, KIT Karlsruhe

Homepage:
www.wmk-karlsruhe.de

Dr. Gereon Uerz
Arup, Associate and Europe Lead

„Die Ausdrucksmöglichkeiten des Mediums Film regen den Diskurs über mögliche, gewünschte und befürchtete Zukünfte sehr unmittelbar an. Nicht umsonst spricht man ja von „Zukunftsbildern“ und von „VorausSCHAU“. Es sind zu wenige vielfältige, kontroverse und im besten Sinne „aufregende“ Zukunftsbilder in Umlauf, die einen konstruktiven Dialog möglichst vieler Beteiligter über unsere Zukunft anregen. Die Visualisierung der Wünsche, Ängste und zukünftigen Möglichkeiten über ein Festival zu unterstützen und damit den Dialog zu fördern, ist eine tolle Sache.“

Gereon Uerz ist Experte für Foresight and Innovationsmanagement und seit 2014 bei Arup. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter am Institut für Soziologie der Universität Freiburg, bevor er 2005 als Consultant bei Z_punkt The Foresight Company startete. Dort arbeitete er mit multinationalen Kunden wie Siemens, Alstom, BASF und Volkswagen. Von 2009 bis 2014 war er Projektleiter in der Volkswagen Konzernforschung in Wolfsburg und arbeitete an zahlreichen Foresight and Innovations Projekten für alle Marken des Volkswagenkonzerns. In den vergangenen zehn Jahren war Gereon Uerz Gastdozent an der Universität Hannover, dem Instituto Europeo di Design Torino, der Universität Wien und der European Business School (EBS) in Östrich-Winkel. Er ist Autor zahlreicher Artikel und eines Buches. Gereon Uerz leitet den Bereich „Foresight and Innovation“ in Europa, mit Schwerpunkt auf Strategieentwicklung und Innovationsprojekten mit Großunternehmen aus Wissenschaft & Industrie, insbesondere im Bereich Transport, Maschinenbau und chemische Industrie.

Dr. Gereon Uerz, Arup

Dr. Gereon Uerz, Arup

Homepage:
www.driversofchange.com/

Nathalie Wappler Hagen
MDR-Programmdirektorin in Halle, Vorsitzende der ARD-Hörfunkkommission

„Mit unseren Programmen setzen wir verstärkt auf Themen, die unsere Zukunft betreffen. „Was hat das mit mir zu tun?“ Diese Fragestellung steht dabei im Zentrum – wir sehen uns als Mittler zwischen unseren Zuschauern, Hörern, Nutzern und der Wissenschaft mit ihren Antworten und Visionen. Schon im vergangenen Jahr hat der Bereich Wissen und Bildung auf mdr.de/wissen das Foresight Filmfestival in Halle begleitet, auch in diesem Jahr werden die Kolleginnen und Kollegen berichten. Als Journalistin reizt mich beim Foresight Filmfestival besonders der Blick von interdisziplinären Teams auf unsere Welt von morgen.“

Nathalie Wappler Hagen studierte Geschichte, Kunstgeschichte, Politikwissenschaften und Germanistik an der Universität Konstanz, mit Auslandsaufenthalten an der Universität Bristol und an der Stanford Universität, Kalifornien. Ihre ersten Berufsjahre verbrachte sie als Redakteurin und CvD für die 3sat-Sendung „Kulturzeit“ und als Redakteurin für die ARD-Talkshow „Joachim Gauck“, das ZDF-Kulturmagazin „aspekte“ und die ZDF-Produktion „Maybrit Illner“. Von 2005 bis zu ihrem Wechsel zum MDR war sie in verschiedenen Funktionen beim öffentlich-rechtlichen Schweizer Fernsehen tätig, das 2011 mit dem Schweizer Radio zum Schweizer Radio und Fernsehen SRF fusionierte. Hier arbeitete sie zu Beginn u. a. als Redakteurin und Produzentin des wöchentlichen Magazins „Kulturplatz“ sowie als Redaktionsleiterin und Gesprächsleiterin der Sendung „Sternstunden“. Von 2009 an begleitete sie als Projektmanagerin verschiedene grundlegende Veränderungsprozesse beim Schweizer Rundfunk, entwickelte Strategien für ein modernes Kulturradio, neue Film- und Serienstrategien und trimediale Arbeitsplatzmodelle. In den vergangenen Jahren war sie Abteilungsleiterin Kultur des SRF und in dieser Funktion Mitglied der Geschäftsleitung, außerdem Mitglied der Geschäftsleitung des deutschsprachigen Gemeinschaftssenders 3sat sowie Aufsichtsrätin des internationalen Programmvermarktungsunternehmens Telepool.

Seit November 2016 ist Nathalie Wappler-Hagen Programmdirektorin des MDR in Halle. Zu ihrem Verantwortungsbereich gehören neben der Hauptredaktion und den Redaktionen MDR KULTUR, Junge Angebote (u.a. MDR SPUTNIK, Zulieferungen zu funk), MDR JUMP sowie Wissen und Bildung auch die Hauptabteilung MDR KLASSIK mit den Klangkörpern des Senders (MDR-SINFONIEORCHESTER, -RUNDFUNKCHOR, -KINDERCHOR) und das DAB+Radio MDR KLASSIK.

Nathalie Wappler Hagen,MDR

Nathalie Wappler Hagen, MDR
(Foto: MDR/Hagen Wolf)

Homepage: www.mdr.de

Dr. Gabriele Zipf
Futurium gGmbH, Leiterin des Ausstellungsbereichs

„Wenn ich an Filme über Zukunft denke, dann fallen mir zunächst mehr oder weniger dystopische Science Fiction Filme ein – oder, ganz am anderen Ende des Spektrums, gut gemeinte, aber etwas Moralin gesäuerte Dokumentationen über die großen Fragen und Probleme unserer Zeit. Es wird Zeit, mit neuen Arbeiten, wie sie auf dem Foresight Filmfestival gezeigt werden, differenziertere und interessantere Sichtweisen auf das Thema Zukunft zu öffnen. Ich blicke auch besonders auf den Umgang des Mediums Film mit der Frage „Wie wollen und wie werden wir leben?“– eine grundsätzliche und zentrale Frage, die uns auch bei der Aufbauarbeit im Futurium sehr beschäftigt.“

Gabriele Zipf leitet seit 2015 den Ausstellungsbereich im Futurium. Mit dem Futurium entsteht ein lebendiger Ort für Zukunftsfragen und den Dialog über die Gestaltung der Zukunft im Berliner Regierungsviertel.
Zuvor war die promovierte Archäologin in der Denkmalpflege und für verschiedene Museen im In-und Ausland tätig. Als Projektleiterin baute sie unter anderem die Arche Nebra und das Forschungs- und Erlebniszentrum paläon auf.

Dr. Gabriela Zipf, Futurium

Dr. Gabriela Zipf, Futurium

Homepage: www.futurium.de