IMPACT CONTROL
Welcome to one of the most exciting places for quantitative scientists in Europe! (Zalando)
Im fiktiven Assessment Center üben junge, attraktive Akademiker beim Workout Kampfgesten ein. In den Lagerhallen der Online-Händler legen Picker enorme Wegstrecken zu Fuß zurück. „IMPACT CONTROL“ ist ein kritisch-distanzierter Imagefilm zum Thema E-Commerce.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Der deutsche E-Commerce-Sektor wächst rasant. Informationstechnik bestimmt die Abläufe und somit auch die Arbeitsbedingungen in den Logistikzentren der Onlinehändler. Wir verschieben den Fokus von der Technik auf den Menschen und die damit verbundene (ethische) Frage, unter welchen Bedingungen wir arbeiten wollen, können, müssen. Wir sprachen mit im E-Commerce tätigen Programmierern und ehemaligen Pick und Pack Mitarbeitern führender Onlinehändler über ihr Verhältnis zum eigenen Arbeitsplatz, Überidentifikation und Entfremdung. Die Picker legen beim Einsammeln der bestellten Waren enorme Wegstrecken zu Fuß zurück; gesteuert von einem Apparat, an dessen Perfektion in lichten Großstadtbüros zwischen Gratis-Obstkörben gearbeitet wird.  IMPACT CONTROL ist kein Wissenschaftsfilm, der Erkenntnisse einer wissenschaftlichen Disziplin darstellt, sondern die sich wandelnde Position der Wissenschaft und ihre Einbindung in neue Kontexte kritisch thematisiert.
Bezug zum Thema
Der Ausgangspunkt unserer Überlegungen zum Thema „Die Arbeitswelt von morgen“ ist die Frage, wo Wissenschaft und Forschung in Zukunft stattfinden, welchem Zweck sie dienen werden und wer sie finanziert. Eine junge Generation von Wissenschaftlern steht vor der Entscheidung, wem sie ihre Fähigkeiten zur Verfügung stellt.

„Welcome to one of the most exciting places for quantitative scientist in Europe!“ stammt aus einem Stellenangebot von Zalando. Der aus Stellenausschreibungen, Werbebotschaften und der das an Management gerichteten Blitzkrieg-Mail von Oliver Samwer collagierte Offtext von IMPACT CONTROL verweist auf den E-Commerce-Sektor, wo sich Forschung mehr und mehr im Rahmen gewinnorientierter Konsumwirtschaft vollzieht. Im Spiel mit dem Genre des Imagfilms versuchen wir die Ambivalenz dieses Bereichs der Arbeitswelt von morgen kritisch zu beleuchten.

Teilnehmerinformationen

Schroeder Wieck

Name
Stefanie Schroeder / Clara Wieck

Hochschule/Institut/Organisation
HGB Leipzig / FILZ (http://www.filmischeinitiative.de)

Tätigkeitsschwerpunkt
Dokumentar- und Experimentalfilm

Teamname: Stefanie Schroeder & Clara Wieck

weitere Teammmitglieder:

2 Comments
  1. Angelika Schneider

    Ein außerordentlich interessanter Beitrag!

  2. Daniel Herold

    Ein toller Kurzfilm der den Widerspruch moderner Arbeitswelt gut auf den Punkt bringt. Gefällt mir gut!

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